9/11 – Der Tag, der die Welt veränderte
Heute vor 25 Jahre, am 11. September 2001 verübte das Terrornetzwerk Al-Qaida die schwersten Anschläge in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Fast 3.000 Menschen starben. Die Folgen prägen Politik und Gesellschaft bis heute.
New York/Washington – Es war ein sonniger Dienstagmorgen, als um 8.46 Uhr ein entführtes Passagierflugzeug in den Nordturm des World Trade Centers in New York flog. Zunächst hielten viele Menschen den Einschlag für einen tragischen Unfall. Doch nur 17 Minuten später traf eine zweite Maschine den Südturm. Spätestens in diesem Moment war klar: Die Vereinigten Staaten wurden angegriffen.
Insgesamt entführten 19 Terroristen an diesem Tag vier Passagierflugzeuge. Zwei davon wurden in die Zwillingstürme des World Trade Centers gesteuert. Ein drittes Flugzeug traf das Pentagon, den Sitz des US-Verteidigungsministeriums bei Washington. Die vierte Maschine stürzte in Pennsylvania ab, nachdem Passagiere versucht hatten, die Entführer zu überwältigen. Vermutlich sollte das Flugzeug ein weiteres bedeutendes Ziel in der Hauptstadt treffen.
Die Bilder aus New York gingen um die Welt. Dichter Rauch stieg über Manhattan auf, Menschen flohen durch mit Staub bedeckte Strassen und Rettungskräfte eilten in die brennenden Gebäude. Weniger als zwei Stunden nach dem ersten Einschlag waren beide Türme eingestürzt. Zahlreiche Feuerwehrleute, Polizisten und medizinische Einsatzkräfte kamen ums Leben, während sie versuchten, andere Menschen zu retten.
Bei den Anschlägen starben 2.977 Opfer aus mehr als 90 Ländern. Tausende weitere wurden verletzt. Viele Überlebende und Helfer leiden noch heute an körperlichen Erkrankungen oder psychischen Folgen. Besonders Atemwegserkrankungen traten bei Menschen auf, die dem giftigen Staub am Ground Zero ausgesetzt waren.
Als Verantwortlicher galt das islamistische Terrornetzwerk Al-Qaida unter der Führung von Osama bin Laden. Die USA reagierten mit dem sogenannten «Krieg gegen den Terror». Noch im Oktober 2001 begann der Militäreinsatz in Afghanistan, wo die Taliban Al-Qaida Schutz geboten hatten. Später folgte der Irakkrieg, obwohl keine direkte Beteiligung des Irak an den Anschlägen nachgewiesen wurde.
Auch der Alltag vieler Menschen veränderte sich. Flughäfen führten strengere Sicherheitskontrollen ein, Geheimdienste erhielten zusätzliche Befugnisse und die staatliche Überwachung wurde ausgeweitet. Diese Massnahmen sollten weitere Anschläge verhindern, lösten jedoch Diskussionen über Datenschutz, Menschenrechte und persönliche Freiheit aus.
Wo einst die Zwillingstürme standen, erinnern heute zwei grosse Wasserbecken mit den Namen der Opfer an die Toten. Daneben befinden sich ein Museum und das neue One World Trade Center. Der Ort ist zugleich Gedenkstätte und Symbol des Wiederaufbaus.
Der 11. September 2001 war nicht nur eine amerikanische Tragödie. Die Anschläge veränderten internationale Beziehungen, Sicherheitsgesetze und militärische Entscheidungen auf der ganzen Welt. Bis heute steht 9/11 für die verheerenden Folgen des Terrorismus – aber auch für den Mut der Rettungskräfte und die Solidarität der Bevölkerung.

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