Autobahnausfahrt Grenchen wird für 24 Millionen Franken umgebaut
- Marco Marti

- vor 2 Tagen
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Grenchen. Wer regelmässig die Autobahnausfahrt Grenchen benutzt, kennt das Problem: In den Stosszeiten stauen sich die Fahrzeuge häufig bis auf die A5 zurück. Das sorgt nicht nur für Frust bei den Verkehrsteilnehmenden, sondern erhöht auch das Unfallrisiko. Nun soll sich die Situation grundlegend verbessern.
Das Bundesamt für Strassen (Astra) plant eine umfassende Neugestaltung des Autobahnanschlusses Grenchen. Das entsprechende Projekt wird öffentlich aufgelegt und sieht mehrere bauliche Massnahmen vor, die den Verkehrsfluss verbessern und die Sicherheit erhöhen sollen.
Rund 30'000 Fahrzeuge täglich
Gemäss Astra passieren täglich etwa 30'000 Fahrzeuge den Anschluss Grenchen. Besonders betroffen sind die beiden Ausfahrten aus Richtung Solothurn und Biel. Während der Hauptverkehrszeiten entstehen dort regelmässig Rückstaus, die bis auf die Autobahn reichen können. Diese Situation gilt seit Jahren als Sicherheitsproblem. Durch die geplanten Anpassungen soll der Verkehr künftig effizienter und flüssiger abgewickelt werden.
Neue Bypässe und breitere Fahrspuren
Ein Kernstück des Projekts ist ein direkter Bypass von der A5 aus Richtung Solothurn auf die Archstrasse Richtung Grenchen. Fahrzeuge müssen dadurch nicht mehr den gesamten Kreisel passieren, was die Belastung des Verkehrsknotens deutlich reduzieren soll.
Zusätzlich wird die Ausfahrtsrampe aus Richtung Biel verbreitert. Rechtsabbieger erhalten eine eigene Spur, wodurch sich die Verkehrsströme besser entflechten lassen.
Auch die beiden bestehenden Kreisel sollen künftig vollständig – also über 360 Grad – befahrbar sein. Dadurch entstehen mehr Möglichkeiten zur Verkehrsführung und die Leistungsfähigkeit des Knotens steigt.
Mehr Sicherheit für Fussgänger und Velofahrende
Nicht nur der motorisierte Verkehr profitiert vom Umbau. Geplant ist auch eine separate Brücke für den Langsamverkehr.
Fussgängerinnen, Fussgänger und Velofahrende werden künftig vom Kreiselbereich getrennt geführt. Dadurch sollen gefährliche Begegnungen zwischen Autos, Lastwagen und Zweiradfahrenden vermieden werden.
Das Astra bezeichnet diese Trennung als einen zentralen Sicherheitsgewinn. Insbesondere stark frequentierte Kreisverkehre mit gemischtem Verkehr seien immer wieder Ursache für Unsicherheiten und kritische Situationen.
Baustart frühestens 2029
Die öffentliche Auflage des Projekts beginnt am 11. Juni 2026. Verläuft das Genehmigungsverfahren ohne grössere Verzögerungen, sollen die Bauarbeiten zwischen 2029 und 2032 stattfinden.
Die Kosten für die Umgestaltung werden auf rund 24 Millionen Franken geschätzt. Der Bund stimmt das Vorhaben zudem mit weiteren Verkehrsprojekten des Kantons Solothurn ab. So ist unter anderem ein zusätzlicher Bypass geplant, der die Archstrasse künftig direkt mit der Flughafenstrasse verbinden soll.
Ein Schritt gegen den täglichen Stau
Für die Region Grenchen könnte der Umbau eine spürbare Entlastung bringen. Weniger Rückstaus, ein sichererer Verkehrsfluss und bessere Bedingungen für den Langsamverkehr sollen dafür sorgen, dass einer der meistbefahrenen Verkehrsknoten der Region fit für die Zukunft wird.
Bis die ersten Bagger auffahren, wird es zwar noch einige Jahre dauern. Doch für viele Pendlerinnen und Pendler ist die Aussicht auf eine leistungsfähigere Ausfahrt bereits heute eine gute Nachricht.







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