Postauto kracht in Raiffeisenbank – Führerloser Bus sorgt in Nunningen für Schockmoment
- Marco Marti

- 21. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 24. Juli
Postauto kracht in Bankfiliale – Rätsel um führerlosen Bus in Nunningen
Ein lauter Knall erschütterte am Donnerstagabend die Ruhe im solothurnischen Nunningen. Ein führerloses Postauto rollte plötzlich los, überfuhr eine Verkehrsinsel und krachte frontal in die Fassade einer Raiffeisenbank-Filiale. Verletzt wurde beim spektakulären Unfall glücklicherweise niemand – zurück bleiben jedoch erhebliche Schäden und viele offene Fragen.
Der Unfall ereignete sich gemäss Angaben der Kantonspolizei Solothurn gegen 20.30 Uhr bei der Haltestelle „Post“ an der Zullwilerstrasse. Beim Fahrzeug handelte es sich um einen Gelenkbus von PostAuto Schweiz, der sich aus bislang ungeklärten Gründen selbstständig gemacht haben soll. Augenzeugen berichten von einem plötzlichen, ohrenbetäubenden Aufprall mitten im Dorfzentrum.
Besonders brisant: Das Fahrzeug soll zum Zeitpunkt des Unfalls führerlos gewesen sein. Weshalb der Bus ins Rollen geriet, ist derzeit Gegenstand laufender Ermittlungen. Erste Aussagen deuten möglicherweise auf ein technisches Problem oder ein Versagen der Bremsanlage hin, offiziell bestätigt ist dies jedoch nicht.
Bilder der Unfallstelle zeigen ein massiv beschädigtes Postauto. Die Frontpartie des gelben Gelenkbusses wurde beim Aufprall stark eingedrückt, mehrere Scheiben gingen zu Bruch. Auch die betroffene Bankfiliale erlitt schwere Schäden: Die Eingangspartie und Teile der Fassade wurden erheblich beschädigt. Die Polizei spricht von „erheblichem Sachschaden“.
Dass niemand verletzt wurde, grenzt beinahe an ein Wunder. Laut Augenzeugen hielten sich kurz vor dem Unfall noch Menschen in unmittelbarer Nähe des Trottoirs auf, darunter offenbar auch Kinder. Medienberichte erwähnen zudem einen Passagier, der möglicherweise geistesgegenwärtig reagiert und Schlimmeres verhindert haben soll. Die Polizei wollte entsprechende Aussagen zunächst nicht bestätigen und verwies auf die laufenden Untersuchungen.
Der Vorfall sorgt schweizweit für Aufmerksamkeit, nicht zuletzt weil Postautos im öffentlichen Verkehr normalerweise als besonders sichere Fahrzeuge gelten. Sicherheitsvorschriften, technische Kontrollen und klare Betriebsabläufe sollen genau solche Situationen verhindern. Umso grösser ist nun das Interesse an der Frage, wie ein mehrere Tonnen schwerer Bus plötzlich unkontrolliert losrollen konnte.
Für die Bewohnerinnen und Bewohner von Nunningen bleibt der Abend wohl noch lange in Erinnerung. Mitten im Dorfzentrum verwandelte sich eine alltägliche Situation innerhalb weniger Sekunden in ein spektakuläres Unfallbild. Einsatzkräfte sperrten den Bereich grossräumig ab, während Spezialisten die Unfallstelle untersuchten und das beschädigte Fahrzeug später bargen.
Der Unfall reiht sich in eine Serie von Ereignissen ein, die zuletzt immer wieder Diskussionen über technische Sicherheit im öffentlichen Verkehr ausgelöst haben. Gleichzeitig zeigt der Vorfall aber auch, wie viel Glück in dieser Situation im Spiel war: Wäre der Bus nur wenige Meter anders gerollt oder hätten sich mehr Personen vor dem Gebäude aufgehalten, hätte das Unglück deutlich schwerwiegendere Folgen haben können.
Die Ermittlungen der Kantonspolizei Solothurn dauern derzeit an. Bis die genaue Ursache geklärt ist, bleiben viele Fragen offen – und ein aussergewöhnliches Bild eines Postautos, das mitten in eine Bankfiliale gefahren ist, dürfte noch länger Gesprächsthema bleiben.
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