Zürcher Regierung kritisiert Pläne des Bundes zum Bahnausbau
- Marco Marti

- 13. Juli
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Aktualisiert: 24. Juli
Zürich, 19. Juni 2026 – Der Zürcher Regierungsrat übt deutliche Kritik an den neuen Bahnausbauplänen des Bundesrats. Nach Ansicht der Kantonsregierung gefährden die vorgeschlagenen Priorisierungen wichtige Infrastrukturprojekte im Kanton Zürich und könnten den öffentlichen Verkehr langfristig schwächen.
Besonders betroffen sind das Projekt «MehrSpur Zürich–Winterthur» sowie der Ausbau des Bahnhofs Stadelhofen mit einem vierten Gleis. Der Regierungsrat warnt, dass diese Grossprojekte ohne zusätzliche Massnahmen wie Perronverlängerungen und weitere Infrastrukturerweiterungen ihren geplanten Nutzen nicht entfalten könnten. Die Finanzierung dieser Ergänzungen sei im Vorschlag des Bundes unzureichend.
Kritik gibt es zudem an der Streichung der geplanten Haltestelle Grüze Nord in Winterthur sowie an der Verschiebung von Ausbauten an den Bahnhöfen Zürich Altstetten und Wetzikon. Auch der Verzicht auf den sechsspurigen Ausbau der A1 bei Winterthur stösst bei der Zürcher Regierung auf Unverständnis. Sie befürchtet, dass dadurch die wachsende Bevölkerung und der steigende Pendlerverkehr künftig nicht ausreichend berücksichtigt werden.
Regierungspräsidentin Carmen Walker Späh fordert deshalb, bereits beschlossene und begonnene Infrastrukturprojekte konsequent fertigzustellen, bevor neue milliardenschwere Vorhaben in Angriff genommen werden. Der Kanton Zürich wird die Vorlage des Bundes nun im Rahmen der Vernehmlassung eingehend prüfen und Änderungen verlangen. Ziel sei eine Ausbauplanung, die den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht wird und den öffentlichen Verkehr langfristig stärkt.
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