Zugunglück in Spanien: Medien berichten von 46 Toten
Bei Urda in der Provinz Toledo sind am Mittwochmorgen zwei Hochgeschwindigkeitszüge zusammengestossen. Die Rettungsarbeiten dauern an. Die Ursache der Kollision ist noch ungeklärt.
Toledo, 28. Oktober 2026. Bei einem schweren Zugunglück in Zentralspanien sind 46 Menschen ums Leben gekommen und mindestens 170 verletzt worden. Diese vorläufige Bilanz nannte Esther Padilla, Sprecherin der Regionalregierung von Castilla-La Mancha, laut der Nachrichtenagentur EFE, wie die «Südostschweiz» berichtet. Padilla warnte, dass die Opferzahlen weiter steigen könnten. Eine abschliessende Verletztenbilanz lag zunächst nicht vor.
Der Zusammenstoss ereignete sich am Mittwochmorgen nahe Urda in der Provinz Toledo. Beteiligt waren ein AVE der staatlichen Bahngesellschaft Renfe und ein Zug des privaten Anbieters Iryo. Nach Angaben des regionalen Notrufdienstes, über die spanische Medien berichten, ging die Unfallmeldung um 8.54 Uhr ein. Zwei Waggons stürzten eine Böschung hinunter.
An der Unfallstelle lief ein umfangreicher Rettungseinsatz an. Feuerwehrleute, Zivilschutzkräfte und medizinische Teams rückten aus. Drei Rettungshubschrauber und zwei mobile Intensivstationen wurden mobilisiert. Nach Medienberichten waren Menschen in den beschädigten Zügen eingeschlossen. Die Einsatzkräfte arbeiteten daran, Betroffene zu befreien, Verletzte zu versorgen und ihre Transporte in Spitäler zu organisieren.
Die nahe gelegene Gemeinde Urda bereitete eine Sporthalle für die Aufnahme von Betroffenen vor. Bürgermeister Manuel Galán erklärte gegenüber dem Radiosender Cadena SER, der Ort unterstütze damit die Versorgung der Reisenden. Die Regionalregierung aktivierte ihren territorialen Notfallplan, um die Arbeit der verschiedenen Einsatzdienste zu koordinieren.
Wie es zu dem Zusammenstoss kommen konnte, blieb zunächst offen. Der spanische Infrastrukturbetreiber Adif bezeichnete das Ereignis als Auffahrkollision. Erste Berichte über den genauen Unfallablauf enthielten jedoch widersprüchliche Angaben. Eine gesicherte Erklärung zur Ursache lag zunächst nicht vor.
Der Unfall führte zur Unterbrechung einer wichtigen Bahnverbindung zwischen Madrid und dem Süden Spaniens. Der Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen der Hauptstadt, Ciudad Real und Andalusien wurde eingestellt. Renfe ermöglichte betroffenen Reisenden kostenlose Umbuchungen und Stornierungen. Wann die Strecke wieder freigegeben werden kann, war zunächst nicht bekannt.
Stand: 28. Oktober 2026. Die Opferzahlen sind vorläufig.




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