Zwischen Gleisen, Farben und Klängen – die kreative Welt von Chanti Shannon Schmitt
Trimbach SO. Chanti Shannon Schmitt ist 35 Jahre alt und als freischaffende Künstlerin in der West- und Südschweiz zu Hause. Seit acht Jahren arbeitet sie in ihrem Atelier in Trimbach, widmet sich der Auftragsmalerei und zeigt ihre Werke in Ausstellungen. Ihre Freizeit ist zugleich Inspirationszeit: Auf Zugreisen und beim Trainspotting entlang der Bahnstrecken entdeckt sie Landschaften und Stimmungen, die in ihre Malerei einfliessen. Ihre Begeisterung für die Eisenbahn fliesst auch in ihre Fotografien und ihre Musik ein: Als «She DJ Shannon» produziert sie seit über zwölf Jahren elektronische Musik, tritt als DJ auf und organisiert Veranstaltungen. Der folgende Einblick in ihr Schaffen zeigt eine Auswahl ihrer Werke und die Geschichten dahinter.
Hinweis: Dies ist ein gesponserter Artikel, der im Auftrag erstellt wurde.
Von der Modelleisenbahn zur grossen Bahn
Die Begeisterung für die Eisenbahn begleitet Chanti Shannon Schmitt seit ihrer Teenagerzeit. Einen besonderen Zugang fand sie während ihrer Lehre über die Modelleisenbahn. Ihre damalige Anlage in der Spurweite H0 weckte zunehmend auch die Faszination für die «grosse» Eisenbahn. Als leidenschaftliche Bastlerin ist sie dem Modellbau bis heute verbunden geblieben. Aus Platzgründen ist sie inzwischen auf die kleinere Spur N umgestiegen.
Was sie an der Eisenbahn interessiert, geht über einzelne Lokomotiven und Zugkompositionen hinaus. Es sind die Geschichte und die Technik dahinter, aber auch das Reisen, das Pendeln und die Verbindungen, die durch die Bahn entstehen. Diese verschiedenen Seiten ihrer Begeisterung begleiten sie auch bei der Suche nach Motiven für ihre Bilder.
Auf Motivsuche entlang der Gleise
Ihre Ausflüge plant sie meistens im Voraus. Sie stellt eine Tour zusammen und sucht nach möglichen Standorten entlang der Strecke. Vor Ort kommen die Landschaft, die Lichtverhältnisse und die jeweilige Stimmung hinzu. Da sie sehr gerne wandert, verbindet sie die Suche nach einem Motiv oft mit längeren Wegen. Für einen besonderen Blick auf die Bahn legt sie gerne mehrere Kilometer entlang einer Strecke zurück.
Bild 1: Diese Bleistiftskizze habe ich in Brunnen angefertigt. Zu sehen ist eine Re 6/6 mit Güterzug und den Mythen im Hintergrund. |
Bild 2: Auf dieser Bleistiftskizze ist ein EW-Pendelzug gerade dabei, die Wattingerkurve auf der Gotthard-Nordrampe zu passieren. |
Bild 3: Hier ist ein Extrazug des Teams Erstfeld SBB Historic auf der unteren Meienreussbrücke zu sehen. |
Bild 4: Mein Arbeitsplatz in meinem Atelier in Trimbach. Zurzeit arbeite ich an einem etwas grösseren Werk, auf dem das Krokodil gerade durch Silenen fährt, auf dem Weg nach Bodio. Die Vorlagen sind selbst gemachte Fotos oder Skizzen vor Ort. |
Bild 5: Untere Meienreussbrücke – ein etwas älteres Motiv aus Zeiten, als noch reger Betrieb auf der Bergstrecke herrschte. Acryl auf Holz. |
Bild 6: Ein etwas grösseres Gemälde mit dem Rhätischen Krokodil. |
Bild 7: Hier sieht man einen Teil meiner aktuellen Werke. |
Manchmal ist sie gemeinsam mit anderen Eisenbahnbegeisterten unterwegs, oft auch allein. Durch ihre Mitgliedschaft bei der SAHT sind neue Kontakte entstanden, aus denen sich gelegentlich gemeinsame Touren zum Trainspotting ergeben. Der Austausch gehört damit ebenso zu ihrem Interesse an der Bahn wie das selbstständige Erkunden und Beobachten.
Die Freizeit ist für Chanti Shannon Schmitt zugleich Inspirationszeit. Auf ihren Touren entstehen eigene Fotografien und Skizzen, die später als Vorlagen für die Malerei dienen.
Erlebte Momente in Farbe festhalten
Dabei möchte sie neben dem sichtbaren Motiv auch etwas von ihrem persönlichen Erleben festhalten. Im gemalten Bild hebt sie die Stimmung mit Farben hervor und versucht, das Gefühl des jeweiligen Augenblicks einfliessen zu lassen. Die Begegnung mit einem Zug wird so zusammen mit der umgebenden Landschaft und der Erinnerung an diesen Moment zum Ausgangspunkt eines Werkes.
Die Geschichten hinter den Bildern
Ein Beispiel dafür ist «Abends in der Ruinaulta», gemalt mit Acryl auf Holzrahmen. Das Bild entstand nach einer schönen Wanderung durch die Rheinschlucht, als es bereits dunkelte. Die abendliche Stimmung, die sie dort erlebte, gab den Anstoss für die malerische Umsetzung.

«Abends in der Ruinaulta»
Gemalt mit Acryl auf Holzrahmen. Dieses Bild entstand nach einer schönen Wanderung in der Rheinschlucht, als es bereits dunkelte.
Eine andere Geschichte steckt hinter «Eile mit Weile». In Frutigen winkte sie einer Kollegin zu, die mit dem Zug in die Ferien fuhr. Gleichzeitig kam ein Güterzug mit einer Re 465 vom Berg herunter. Aus diesem Zusammentreffen entstand später das Bild. Auch wenn sich Touren und mögliche Standorte vorbereiten lassen, ergeben sich manche Bildideen erst durch das Geschehen vor Ort.

«Eile mit Weile»
Dieses Bild entstand, als ich einer Kollegin in Frutigen winkte, die mit dem Zug in die Ferien fuhr, und zugleich ein Güterzug mit einer Re 465 vom Berg herunterkam.
Neben den Gemälden geben die Bleistiftskizzen einen Einblick in ihre Beschäftigung mit den Motiven. Eine davon fertigte sie in Brunnen an. Zu sehen ist eine Re 6/6 mit einem Güterzug und den Mythen im Hintergrund. Eine weitere Skizze zeigt einen EW-Pendelzug beim Passieren der Wattingerkurve auf der Gotthard-Nordrampe. Auch hier finden Bahn und Landschaft in einem gemeinsamen Motiv zusammen.
Die Gotthard-Bergstrecke ist in mehreren der gezeigten Arbeiten vertreten. Auf einem Bild überquert ein Extrazug des Teams Erstfeld SBB Historic die untere Meienreussbrücke. Ein weiteres, in Acryl auf Holz ausgeführtes Motiv zeigt die Brücke zu Zeiten, als auf der Bergstrecke noch reger Betrieb herrschte. Damit findet auch ihr Interesse an der Geschichte der Eisenbahn Eingang in ihre Malerei.
Historische Lokomotiven sind ebenfalls unter den Motiven zu finden. Ein grösseres Gemälde zeigt das Rhätische Krokodil. An einem weiteren grösseren Werk arbeitet sie zurzeit in ihrem Atelier in Trimbach: Darauf fährt das Krokodil gerade durch Silenen auf dem Weg nach Bodio. Eigene Fotos und vor Ort angefertigte Skizzen unterstützen sie bei der Umsetzung.
Das Atelier ist der Ort, an dem die unterwegs gesammelten Eindrücke weiterbearbeitet werden. Hier werden aus Fotografien, Skizzen und Erinnerungen Gemälde. Besonders die Farben geben ihr die Möglichkeit, Landschaften und Stimmungen so hervorzuheben, wie sie diese selbst erlebt und empfunden hat.
Begegnungen rund um Bahn und Kunst
Mit ihren Bildern war Chanti Shannon Schmitt bereits an Börsen und Fahrzeugtreffen vertreten, beispielsweise in Bauma. Dort kommen ihre Begeisterung für die Eisenbahn und ihr künstlerisches Schaffen zusammen. Die gezeigte Auswahl ihrer aktuellen Werke gibt einen Einblick in diese Verbindung – und in die persönlichen Erlebnisse, die hinter den einzelnen Motiven stehen.
Am Fahrzeugtreffen in Bauma am 18. Oktober 2011.
Ihre Werke vor Ort und online entdecken
Wer die Werke von Chanti Shannon Schmitt im Original betrachten möchte, hat dazu bald Gelegenheit: Ab dem 13. November 2026 sind ihre Bilder an der Art Liestal zu sehen. Eine weitere Ausstellung folgt im kommenden Frühjahr im Hotel Artist in Biel. Dort werden ihre Arbeiten vom 9. bis 20. März 2027 gezeigt. Die beiden Ausstellungen bieten die Möglichkeit, einen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen zu erhalten und die Farben, Details und Stimmungen ihrer Bilder aus der Nähe zu entdecken.

Auch in den sozialen Medien gibt Chanti Shannon Schmitt Einblicke in ihr Schaffen: Auf Instagram zeigt sie hauptsächlich Fotografien, auf Facebook sind Fotos und Gemälde zu sehen. Über Facebook können ihre Gemälde auch erworben werden.
Wenn die Eisenbahn hörbar wird
Was bei Chanti Shannon Schmitt nicht auf der Leinwand oder im Skizzenblock landet, findet manchmal als Musik seinen Ausdruck. Unter dem Namen «She DJ Shannon» ist sie seit über zwölf Jahren als Musikproduzentin und DJ im elektronischen Bereich tätig. Ihre Tracks gestaltet sie selbst: Sie spielt die Melodien auf dem Keyboard ein und produziert die Beats. Lediglich die verwendeten Sprachsamples stammen aus Dokumentationen oder originalen Zugdurchsagen. So findet ihre Faszination für die Eisenbahn neben der Malerei auch einen hörbaren Ausdruck.
Auftritte haben sie bereits an zahlreiche Orte geführt, darunter bekannte Clubs und kleinere Festivals. Auch das Organisieren von Veranstaltungen gehört zu ihrem beruflichen Schaffen. Ihr nächster Auftritt findet am 12. Dezember 2026 in der Cafete in Bern statt – bei einem Anlass, den sie selbst veranstaltet.
Drei Hörbeispiele sind auf SoundCloud zu finden: «Ferrovia Rhetica» (Unmastered Extended Version), «Dubloki» und «Bahn Frei (Gottardo 2016)».




Kommentare