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Neuer Hardwald-Kreisel steht kurz vor der Inbetriebnahme

Aktualisiert: 24. Juli

Millionenprojekt soll Verkehrsfluss im Zürcher Unterland verbessern

Bülach/Glattfelden – Nach jahrelanger Planung und einer mehrjährigen Bauzeit steht der neue Kreisel Chrüzstrass beim Hardwald kurz vor seiner Inbetriebnahme. Das Grossprojekt des Kantons Zürich soll einen der am stärksten belasteten Strassenabschnitte im Zürcher Unterland entlasten und den Verkehrsfluss zwischen Bülach, Glattfelden und Eglisau nachhaltig verbessern.


Auf der rund 2,9 Kilometer langen Strecke zwischen dem Ende der Autobahn bei Bülach Nord und dem Kreisel Chrüzstrass verkehren täglich rund 27'000 Fahrzeuge. Die hohe Verkehrsbelastung führte insbesondere während der Hauptverkehrszeiten regelmässig zu Staus und Verzögerungen. Mit Investitionen von rund 94,5 Millionen Franken wird die Strecke deshalb zu einer vierspurigen Schnellstrasse ohne Pannenstreifen ausgebaut.


Herzstück des Projekts ist der komplett neu gestaltete Kreisel Chrüzstrass. Dieser wird abgesenkt und erhält eine besondere Verkehrsführung: Die beiden mittleren Fahrspuren für den Verkehr zwischen Bülach und Eglisau werden künftig kreuzungsfrei über eine Brücke direkt über den Kreisel geführt. Dieser Verkehrsfluss macht rund 60 Prozent des gesamten Verkehrsaufkommens aus. Die äusseren Fahrspuren führen weiterhin in den Kreisel und ermöglichen die Verbindungen nach Glattfelden sowie zu den umliegenden Strassen.


Durch diese Lösung sollen Staus reduziert und die Leistungsfähigkeit der wichtigen Verkehrsachse deutlich erhöht werden. Gleichzeitig wird die Verkehrssicherheit verbessert. Neben dem Strassenausbau entstehen auch eine neue Wildtierüberführung, moderne Anlagen zur Reinigung des Strassenabwassers sowie weitere ökologische Ausgleichsmassnahmen.


Die Bauarbeiten begannen nach mehreren Verzögerungen, unter anderem aufgrund einer Submissionsbeschwerde, erst im Sommer 2024. Nun nähert sich das Projekt seinem Abschluss. Bereits Anfang Juli soll der neue Kreisel in Betrieb genommen werden. Die vollständige Freigabe der vierspurigen Strecke ist für den Herbst 2026 vorgesehen.

Der Ausbau hat zudem eine strategische Bedeutung für weitere Verkehrsprojekte im Zürcher Unterland. Er gilt als wichtige Voraussetzung für die geplante Umfahrungsstrasse von Eglisau mit einer neuen Rheinbrücke. Der ursprünglich im kantonalen Richtplan vorgesehene Zusammenschluss mit der geplanten A50-Umfahrung von Glattfelden wird hingegen nicht realisiert.


Noch bevor die Anlage offiziell dem Verkehr übergeben wird, erhalten Interessierte die Möglichkeit, das Bauwerk aus nächster Nähe zu besichtigen. An einem Tag der offenen Baustelle können Besucherinnen und Besucher die neue Infrastruktur zu Fuss oder mit dem Velo erkunden.


Mit der Fertigstellung des Projekts endet eines der grössten aktuellen Strassenbauvorhaben im Zürcher Unterland. Der Kanton erhofft sich dadurch eine spürbare Entlastung des Verkehrs sowie bessere Voraussetzungen für die künftige Entwicklung der regionalen Verkehrsinfrastruktur.


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